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Popcorn für die Seele - Yoga und Ernährung

Popcorn für die Seele - Yoga und Ernährung - FindeDeinYoga.org

Naaa – was machen Deine guten Vorsätze? Keine Sorge, es ist normal, dass der erste Schwung nachlässt. Lass Dich davon nicht entmutigen. Hier bekommst Du alltagstaugliche Ideen für ein leichteres und friedvolleres Leben.

Zugegeben, auch Yogis chillen gerne mal mit Popcorn auf der Couch. Was zweifellos gut für die Seele ist, sonst würde es nicht solchen Spaß machen. Sei da nicht zu streng mit Dir. Gerade jetzt braucht es solche Streicheleinheiten, wo Du zuhause balancierst zwischen Arbeiten, Kinderbespaßen und Unterrichten. Bleibt da überhaupt noch Platz für Yoga und Achtsamkeit? Unbedingt. Du kannst Dir täglich Gutes tun.

Falls Du schon Yoga praktizierst, schenk Dir regelmäßig Zeit – und wenn es nur drei Minuten sind. Am besten gleich morgens, denn dann fällt diese Selbstfürsorge nach einem langen Tag nicht hintenüber. Das können zwei lockere Sonnengrüße sein oder ein paar bewusste Atemzüge. Die gehen immer. Und wenn Du noch nie Yoga gemacht hast, versuch es einfach mal. Wer atmen kann, kann auch Yoga, sagen Lehrer wie Tara Stiles. 

Yoga ist übrigens weit mehr als sanftes Bewegen. Es verändert Dein Körpergefühl und Deine Wahrnehmung. Indem Du zu Dir findest, spürst Du viel eher, was Dir gut tut und was nicht. Viele Yogis erfahren dabei, dass Ernährung nicht nur ihren physischen Körper beeinflusst, sondern auch ihren Energiekörper, ebenso wirkt sie auf unsere Emotionen. Vielleicht möchtest Du äußerlich und innerlich etwas verändern?

Peace Food

Alles, was wir essen, ist Baustein für jede einzelne Körperzelle. Und hat eine eigene Geschichte. Wenn wir Tiere essen, passt das nicht zu einem ethischen Grundsatz: Ahimsa, die Gewaltlosigkeit, das Nichtverletzen. Es geht darum, weder sich selbst, noch anderen zu schaden. Das fängt bei negativen Gedanken und Worten an und führt uns weiter zu dem, wie wir mit anderen Lebewesen umgehen. In der Wahrnehmung ist das Steak auf unserem Teller komplett losgekoppelt von seinem Ursprung: Kaum jemand sieht darin das fühlende, lebendige Wesen, das getötet wurde.

Und wer denkt schon darüber nach, dass nur wir Menschen die Muttermilch einer anderen Spezies trinken? Kühe geben dann Milch, wenn sie gerade entbunden haben. Für die Milchindustrie werden Mutter und Kind direkt danach getrennt. Die meisten Kälbchen werden geschlachtet, die Kühe sofort wieder geschwängert. Das ist grausam und weit entfernt vom Gedanken gewaltloser, yogischer Ernährung.

Falsch getankt

Dabei ist einfacher denn je, eine andere Ernährung auszuprobieren, denn eine ganz neue Palette an vegetarischen und veganen Produkten füllt die Supermarktregale. Eine pflanzliche Ernährung rettet nicht nur Tiere und schont das Klima, sie tut auch Deinem Körper gut. Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, hat mehr Energie und schützt sich vor Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht. Wahrscheinlich hast Du das schon selbst erlebt: Konsumieren wir viele tierische oder stark verarbeitete Lebensmittel, blockiert das unsere Verdauung, Energie und den Kreislauf. Das ist so, als ob man sein Auto mit dem falschen Treibstoff betankt.

Der richtige Treibstoff für den Körper - viel Obst und Gemüse. (Bild: Pixabay)

Obwohl wir all das wissen, grillen wir liebend gern Würstchen, greifen zu Chips, Schokokeksen oder Fertiggerichten. Warum? Evolutionsgeschichtlich ist unser Verlangen nach Fettigem und Süßem völlig normal – wir sind darauf trainiert, möglichst schnell möglichst viel Energie zu bunkern. Unsere Vorfahren aßen das, was die Natur bot, zudem gab es immer wieder Zeiten, in denen die Nahrung knapp war. Eine Prägung, die die Lebensmittelindustrie ausnutzt, indem sie uns ständig mit ungesunden, leicht verfügbaren Produkten verführt. Die gute Nachricht: Du erkennst das und kannst was ändern!

Entdeckungsreise mit Superhelden

Ein wichtiger Punkt ist neben Ahimsa die Achtsamkeit – die können wir von der Yogamatte direkt in die Küche transportieren. Werde sensibler dafür, was Dein Körper braucht. Ändere Deine Wahrnehmung: Sieh eine gesunde, überwiegend pflanzliche Ernährung nicht als lästige Pflicht, sondern als eine Entdeckungsreise. Und als Deinen Beitrag zu einer friedlicheren Welt.

Wenn Du durch die Obst- und Gemüseabteilung Deines Supermarktes gehst, probiere Neues aus – kaufe anstelle Deiner üblichen Sorten einfach mal solche, die sonst nicht in Deinem Einkaufswagen landen. Finde andere Rezepte. Nähre Deinen Körper am besten täglich mit frischem Obst und Gemüse, mit Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten sowie Nüssen und Samen. Klingt erst mal ungewohnt, schmeckt aber.

Viele Yogis haben aufgehört, sich zum Jahresanfang Großes vorzunehmen. Denn sie wissen: Man kann jeden Moment neu anfangen. Warum nicht einfach jetzt?

Grüner Smoothie (Bild von StockSnap auf Pixabay)

Jeder Moment kann ein Neuanfang sein. (Bild: Pixabay)

Einfach loslegen:

  • Entscheide Dich bewusst, einen Tag pro Woche fleischfrei oder komplett pflanzlich zu essen: Ersetze Wurst und Käse durch vegane Aufstriche. Finde leckere Alternativen zu Deinen Lieblingsgerichten: Gib „Spaghetti Bolognese vegan“ in eine Suchmaschine ein. Du wirst überrascht sein, wie gut sich der Klassiker veganisieren lässt. Funktioniert mit fast allen Gerichten!
  • Es fällt Dir schwer, genügend Obst und Gemüse zu essen? Grüne Smoothies können helfen: Schon ein Glas deckt locker einen Großteil Deines täglichen Nährstoffbedarfs.
  • Und ein Tipp aus dem Yoga: Komm nach dem Essen ein paar Minuten in den Fersensitz (Vajrasana), das unterstützt Deine Verdauungsorgane.

katkoyo – Katrin aus Düsseldorf kam vom Pilates zum Yoga. Die Journalistin und Yogalehrerin liebt es, in ihren Hatha- und Yin-Klassen behutsam eine Brücke zwischen Körper und Geist zu bauen. Mehr über Katrin: hier.

Trust your Greens – Daniela aus Hattingen hat mit 16 Jahren aufgehört, Tiere zu essen. Heute hilft sie als Coach für pflanzliche Ernährung Veganern und Mischköstlern, sich mit Freude gesünder zu ernähren. Mehr über Daniela: hier.

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