Yoga ist Bewegung

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Bewegung ist jede Aktivität der Skelettmuskulatur, die zu einem höheren Energieverbrauch führt als in Ruhe. Bewegung ist körperliche Betätigung und entsteht durch Zusammenziehen oder Anspannen der Muskeln. Die Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation zu dem Thema empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche.

Bewegung ist nicht nur das Laufen oder das Werfen eines Balles. Bewegung ist auch ein Gesichtsausdruck, das Artikulieren von Wörtern, oder das Umsetzen von Plänen. Unser Gehirn koordiniert seine Sinne und kreiert Erfahrungen, um Bewegung zu verursachen. Bewegung des Mundes, der Hände, Bewegung über viele Kilometer hinweg oder nur wenige Millimeter. Manchmal können wir die Welt auch dadurch beeinflussen, dass wir Bewegung unterdrücken.

Der einzige Grund ein Gehirn zu haben ist Bewegung. Das klingt im ersten Moment so banal, dass man empört aufschreien möchte. Bewegung ist das außergewöhnlichste, was wir Lebewesen jemals zustande gebracht haben. Es gibt keinen anderen Grund Muskeln zu haben und keinen anderen Grund, Nerven an diesen Muskeln zu haben. Und vermutlich keinen anderen Grund ein Gehirn zu haben. Alles was jemals die Menschheitsgeschichte verändert hat, war nur möglich, weil wir uns bewegen können.

"Über Bewegung gewinnen wir Vertrauen in unsere Fähigkeiten." 

Über den Körper und die Bewegung setzen wir uns aktiv mit unserer Umwelt auseinander, lernen uns selbst einzuschätzen und gewinnen Vertrauen in unsere Fähigkeiten. In den ersten Lebensjahren lernen Kinder in erster Linie über Wahrnehmung und Bewegung. Das konkrete Handeln und der Einsatz aller Sinne sind ein ganzheitlicher Prozess. Dieser bewirkt, dass Kinder ihre Umwelt erfassen, strukturieren und für sich selbst rekonstruieren. So gewinnen Kinder Erkenntnisse, die sie auf die Umwelt einwirken und diese verändern lassen. Und auch wir Erwachsenen Lernen durch Bewegung, drücken damit unsere Gefühle aus und gehen in Interaktion mit unserer Umwelt.

Hatha Yoga ist der wohl bekannteste Teil des Yoga und umfasst die körperorientierten Yoga-Praktiken: Asanas, Atemübungen und Entspannungstechniken. Beim Üben von Hatha Yoga führen wir bestimmte Bewegungen oder Atemtechniken aus und Verharren auch immer wieder in der Nicht-Bewegung, der Ruhe. Wir spüren nach, welche Veränderungen wir im Körper vor und nach der Bewegung wahrnehmen können. Durch diese gezielten Bewegungen Lernen wir uns selbst und unsere Fähigkeiten besser kennen, und spüren uns besser. Dabei geht es nicht darum perfekt zu sein. Wichtig ist, so lange zu üben, bis man an die eigene Grenze stößt. Und hier gilt dann eine weitere wichtige Sache, das Loslassen. Dich befreien, von dem Gedanken perfekt zu sein. Denn Yoga bedeutet nicht „ich hab die schönste Leggings an und kann meinen Fuß über meinen Kopf ziehen“. Yoga ist spüren und das Zusammenbringen von Körper, Geist und Umwelt – in Ruhe, und in Bewegung.

Was ist Yoga für dich? Schreib uns eine E-Mail an mail[at]findedeinyoga.org wenn du eine Antwort darauf hast oder einen Yogatext in unserem Blog veröffentlichen möchtest. Alle Blogartikel zum Yoga Wissen findest du hier. 

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Quellen des Textes:
Darm mit Charme – alles über ein unterschätztes Organ, von Giulia Enders
Kindergartenpädagogik https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/bildungsbereiche-erziehungsfelder/bewegungserziehung-psychomotorik/2344

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